Jens Richter über Intuition, eigene Wirkkraft und den Mut zum eigenen Weg

In einem Ausschnitt aus einem Live-Online-Seminar stellte eine Teilnehmerin eine Frage, die viele Menschen am Anfang ihres beruflichen Weges im Coaching oder in der Beratung beschäftigt:

„Was sind eigentlich die wichtigsten Learnings aus deiner Arbeit – und was würdest du jemandem mitgeben, der gerade erst startet?“

Die Frage kam von einer angehenden systemischen Beraterin, die zuvor als Erzieherin gearbeitet und viele Teams im sozialen Bereich erlebt hatte – oft mit herausfordernden Dynamiken. Ihr Interesse: Teamentwicklung. Ihr Wunsch: Orientierung für den Anfang.

Die Antwort von Jens Richter, Institutsleiter und Entwickler der ROC®-Methode, fiel überraschend einfach aus – und gleichzeitig tiefgehend. Statt konkreter Methoden oder Tools teilte er drei grundlegende Erkenntnisse aus seiner Arbeit.

1. Folge deinem eigenen Traum – nicht dem Traum anderer

Viele Menschen beginnen ihre Reise in Coaching, Beratung oder Teamentwicklung damit, dass sie nach Methoden suchen. Sie besuchen Ausbildungen, lernen Modelle, folgen Mentoren oder orientieren sich an bekannten Persönlichkeiten der Branche.

Daran ist grundsätzlich nichts falsch.

Doch Jens Richter macht auf einen entscheidenden Punkt aufmerksam:

Oft laufen wir dabei dem Traum anderer hinterher.

Wir übernehmen Konzepte, kopieren Vorgehensweisen oder versuchen, genau das umzusetzen, was jemand anderes als „den richtigen Weg“ definiert hat.

Sein Impuls lautet deshalb:

«Werde ein wirkkräftiger Mensch – und folge deinem eigenen Traum.»

Ausbildungen, Seminare oder Kurse können wertvolle Potenzialangebote sein. Sie eröffnen Möglichkeiten, Perspektiven und Inspiration. Entscheidend ist jedoch, dass sie nicht zum methodischen Ersatz für die eigene persönliche Entwicklung werden.

Der wichtigste Schritt ist deshalb die Frage:

Was ist mein eigener Weg?

2. Entwickle deinen eigenen Ansatz

Ein zweites Learning knüpft direkt daran an.

Viele Menschen fragen sich am Anfang ihrer Laufbahn:

Zu welcher Methode passe ich?

Welches Tool sollte ich nutzen?

Welche Schule oder welches Modell ist das richtige für mich?

Jens Richter schlägt eine radikal andere Perspektive vor:

Nicht: Wie passe ich zu einer Methode?

Sondern: Welche Methoden passen zu mir?

Der Ausgangspunkt ist dabei immer die eigene Erfahrung.

Jeder Mensch hat in seinem Leben Krisen gemeistert, Herausforderungen bewältigt und Wege gefunden, mit schwierigen Situationen umzugehen. In diesen persönlichen Erfahrungen steckt oft ein enormes Potenzial für die eigene Arbeit.

Die entscheidenden Fragen sind daher:

  • Was hat in meinem Leben funktioniert?
  • Welche Erfahrungen haben mich geprägt?
  • Welche Haltung oder Herangehensweise entsteht daraus?

Wenn diese persönlichen Erfahrungen bewusst reflektiert werden, können sie Schritt für Schritt in eine eigene Methodik überführt werden. Erst danach lohnt sich der Blick nach außen: Welche Ansätze, Modelle oder Tools ergänzen das, was bereits aus der eigenen Praxis heraus entsteht?

3. Lerne von Menschen – nicht nur von Methoden

Ein drittes Learning aus Jens Richters Arbeit betrifft das Lernen selbst.

Rückblickend sagt er, dass er nur selten direkt Methodiken gelernt hat. Stattdessen hat er vor allem von Menschen gelernt.

Menschen, die ihm im Laufe seines Lebens begegnet sind, und die das, was sie lehrten, auch selbst vorleben konnten. Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Kontexten. Menschen, die  – nicht immer geplant – Teil seiner persönlichen Entwicklung wurden, sondern oft zufällig.

Diese authentischen und inspirierenden Begegnungen haben häufig mehr Wirkung entfaltet als jede theoretische Ausbildung.

Der Grund dafür liegt in einem einfachen Prinzip:

Wirkkraft entsteht durch Resonanz.

Wenn wir unserer Intuition folgen, auf unsere inneren Stimmigkeitsimpulse hören und offen für WIRKlicheBegegnungen bleiben, entstehen Lernprozesse, die uns auf ganz natürliche Weise weiterbringen.

Der vielleicht wichtigste Starttipp

Für Menschen, die am Anfang ihres Weges in Beratung, Coaching oder Teamentwicklung stehen, lässt sich Jens Richters Antwort in einem zentralen Gedanken zusammenfassen:

Vertraue deiner eigenen Intuition.

Ausbildungen, Methoden und Mentoren können wertvolle Orientierung geben. Doch die größte Wirkkraft entsteht dort, wo Menschen beginnen, ihren eigenen Weg zu entwickeln.

Wer es sich erlaubt, den eigenen Erfahrungen zu vertrauen, Resonanz zu suchen und aus Begegnungen zu lernen, entwickelt mit der Zeit etwas sehr Besonderes:

Eine ganz eigene Handschrift in der Arbeit mit Menschen.

Und genau diese Einzigartigkeit ist oft der Schlüssel zu nachhaltiger Wirkung.

Mehr Informationen zur Methode ROC erfährst Du hier.

Du möchtest die Methode lernen? Alle Informationen zur ROC- Ausbildung findest du hier.

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